Gewaltprävention, Selbstbehauptung, Selbstverteidigung

Mit Sicherheit gut vorbereitet. Unser Sicherheitstraining für Jugendliche.

Was dieses Training vermittelt

  • Kenntnisse über potentielle Konfliktsituationen und deren De-Eskalation          
  • Training zur effektiven physischen Selbstverteidigung
  • Kommunikation mit den Eltern
  • Umgang mit Mobbing

Die Herausforderungen:

Jugendliche müssen eine ganze Reihe von Entwicklungsaufgaben bewältigen. Der Aufbau von persönlichen Wertevorstellungen, sexuelle und berufliche Identität, soziale Integrität, individuelle Entfaltung sowie die Entwicklung von Strategien für die Lebensplanung sorgen für viele Widersprüche und Konflikte. Dazu kommt die Angst, die Erwartungshaltung der Eltern, Lehrer/innen und anderer Bezugspersonen nicht zu erfüllen. In Kombination mit dem Bedürfnis, auszuprobieren, zu experimentieren, Grenzen zu überschreiten und der Suche nach neuen Erfahrungen überfordert dieser Druck viele Jugendliche. Überreaktionen, Aggressionen sowie der Griff zu Drogen und Alkohol sind häufig die daraus resultierende Konsequenz.

Alkohol und Drogen

Laut einer Studie aus dem Jahr 2007 (Wey, M.: Jugendliche und Drogen) haben 23% der 14 jährigen Jugendlichen Erfahrungen mit Cannabis, 11% konsumieren es regelmäßig und 7% rauchen Cannabis täglich vor dem Unterricht. Ausserdem haben 50% der Jugendlichen bereits in diesem Alter mindestens einen Alkoholrausch erlebt.

In unserem Training besprechen wir gemeinsam mit den Jugendlichen intensiv das Thema Drogen und Alkohol. Wir reden beispielsweise über die neuere Generation von Drogen, wie z.B. Meth-Amphetamin, Ketamin oder GHB/GBL, gehen auf die Gefahren und Nebenwirkungen ein und erörtern die Gründe, die zum Drogenkonsum führen können. Dazu gehört auch die Aufklärung über das, während der Pubertät enorm gesteigerte, Reaktanz-Verhalten, das Modell-Lernen sowie dem Bedürfnis nach sozialer Integrität.

Sexuelle Gewalt

Die Zusammenfassung einer Studie der Kommissariate Vorbeugung des Regierungsbezirks Detmold ergab, dass die Altersgruppe der jungen Frauen überproportional von sexueller Gewalt betroffen ist. 61% der Opfer aller registrierten, sexuellen Übergriffe sind zwischen 14 und 25 Jahre alt. Im Vergleich zu älteren Frauen sind bei den jungen Frauen die Täter den Opfern wesentlich häufiger bekannt. Obwohl sie objektiv am meisten gefährdet sind, fühlen sie sich subjektiv, im Vergleich zu älteren Frauen, sicherer. Demzufolge ist ihr Bedürfnis, Lösungsstrategien für Gefahrensituationen zu erlernen, geringer.

Verharmlosung und mangelndes Wissen

Wir stellen immer wieder fest, dass Jugendliche im sozialen Umfeld oder an Schulen mit unterschiedlichenGewaltformen konfrontiert werden, die in den Bereichen räuberischer Erpressung, Raub, Diebstahl, Nötigung oder körperlicher Gewalt liegen. Aufgrund von falscher Bewertung oder Bagatellisierung der Situation, auf individueller und gesellschaftlicher Ebene, wird die Schwere der Tat nicht erkannt. Die Jugendlichen wenden sich häufig nicht an Erziehungsberechtigte oder Einrichtungen. Vorfälle dieser Art werden nicht aufgeklärt und es wird keine Hilfe für die Betroffenen aktiviert.

Meist mangelt es an Wissen über Handlungsmöglichkeiten, die den Jugendlichen in solchen Situationen zur Verfügung stehen können. In unseren Trainings weisen wir auf Verhaltensstrategien hin und verdeutlichen die Bedeutsamkeit der Kommunikation mit den Erziehungsberechtigten oder weiteren Vertrauenspersonen.

Mobbing

Es gibt unterschiedliche Studien und Zahlen zum Thema Mobbing und Cybermobbing. Wir müssen leider davon ausgehen, dass in der BRD bereits jeder dritte männliche wie weibliche Jugendliche Erfahrungen mit Mobbing gemacht hat.

Eine Dunkelfeld-Forschung lässt vermuten, dass täglich etwa 200.000 Schülerinnen und Schüler gemobbt werden. Es werden in unseren Trainings Strategien erarbeitet, um Mobbing effizient und gewaltlos entgegen zu wirken. Wenn Sie Näheres darüber erfahren möchten, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Gerne senden wir Ihnen weiteres Informationsmaterial zu. 

Die Trainings-Inhalte:

Auch im Jugendtraining vermitteln wir den Teilnehmer/innen Lösungsstrategien mittels altersgerechter Gespräche und Rollenspiele. Wir sensibilisieren die Wahrnehmung der Jugendlichen und stärken die Selbstbehauptung. Da Jugendliche bereits in der Lage sind, Übergriffe nicht nur über die Gefühlsebene wahrzunehmen, findet die Kommunikation nun direkter statt und hat größeren aufklärenden Charakter. Im Vordergrund steht das Erkennen und Vermeiden von Gefahrensituationen und, wenn der Konflikt nicht vermeidbar ist, die Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.

Über folgende Themen werden wir die Jugendlichen in unserem Training intensiv aufklären und Lösungsstrategien anbieten:

  • Zahlen/Fakten zu Tatabläufen und Tatorten
  • Das Reaktanz-Verhalten während der pubertären Phase
  • Reziproke Beziehungen
  • Verhaltensregeln beim Besuch öffentlicher Veranstaltungen und Diskotheken
  • Gefahren bei Mitfahrsituationen
  • Raub und räuberische Erpressung
  • Nötigung
  • Körperliche Übergriffe
  • Stalking
  • Mobbing
  • Konflikte aufgrund unterschiedlicher Kulturen und Traditionen
  • Drogen
  • Gruppenzwänge
  • Neue Medien (Internet, Computerspiele, Facebook)

In realitätsnahen Rollenspielen werden wir u.a. folgende Konflikt – und Gefahrensituationen simulieren und entsprechende Lösungsstrategien trainieren:

  • Verhalten bei einem Übergriff im Auto
  • Verhalten bei Übergriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Verhalten bei Gefahrensituationen auf der Strasse (Belästigungen, Trickdiebe, vorgetäuschte Hilfesituationen, Raub)
  • Herstellen von Öffentlichkeit
  • Umgang mit Abwehrmitteln (Pfefferspray)

Trennung der Geschlechter

Die Gewaltformen, mit denen sich männliche sowie weibliche Jugendliche eventuell auseinandersetzen müssen, unterscheiden sich mitunter deutlich von einander. Hinzu kommt, dass bei Gewalt an weiblichen Jugendlichen der oder die Täter in den meisten Fällen männlich sind. Deshalb trennen wir bei den Jugend-Sicherheitstrainings die Geschlechter.

Die Selbstverteidigung

Die von uns im Training empfohlenen Verteidigungstechniken sind im Kinder-, Jugend –und Frauentraining fast identisch. Im Kindertraining dienen die Techniken dazu, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und den Täter von seinem Konzept abzubringen. Jugendliche sind in der Lage die Verteidigungstechniken so effizient einzusetzen, dass der Angreifer seine Tat aufgrund von Handlungsunfähigkeit nicht fortsetzen kann. Die Techniken werden im Vollkontakt an den männlichen Trainern erlernt.

Vor und nach dem Training

Wie im Kindertraining bieten wir auch hier vorab eine unverbindliche, gebührenfreie Informationsveranstaltung für die Jugendlichen und den Erziehungsberechtigten an. Auch hier verpflichtet eine Anmeldung zum Training lediglich zum Erscheinen zur ersten Trainingseinheit. Die Entscheidung, weiter am Training teilzunehmen oder nicht, wird am Ende der ersten Einheit getroffen. Da wir wissen, dass die Handlungsfähigkeit und das Wissen um die Lösungsstrategien ohne Wiederholungen im Laufe der Zeit abnehmen, bieten wir in regelmäßigen Abständen eine Auffrischung an. Sie dauert ca. zwei bis drei Stunden und kostet 25,00 € pro Teilnehmer/In.

Dauer und Kosten

Das Training hat bei weiblichen Jugendlichen einen Umfang von 10 - 12 Stunden und wird grundsätzlich an drei Tagen durchgeführt. Bei männlichen Jugendlichen dauert das Training 8 – 10 Stunden an zwei Tagen. Die Trainingsgebühr beträgt bei beiden Zielgruppen 99 € pro Teilnehmer/in. Wir bieten das Training, sobald eine Gruppenstärke von 20 – 25 Jugendlichen erreicht ist, vor Ort an. Da sich die Gewaltformen, mit denen weibliche und männliche Jugendliche konfrontiert werden können, deutlich voneinander unterscheiden, trainieren wir geschlechtergetrennt.
 

Preisliste für SicherheitstrainingsJeweils 3-Tage am gewählten Veranstaltungsort
Für Jugendliche € 99,- pro Teilnehmer
Auffrischungskurs ca. 3 Stunden€ 25,-
Sollte eine Raummiete erhoben werden, wird diese auf die Anzahl der teilnehmenden Personen verteilt.

Hallo Herr Engel,
anbei ein paar kleine Feedbacks zu ihrer Seite:

"Mein Feedback, das ich auf Google gepostet habe, kann ich hier nur nochmal wiederholen:
Ich habe das Training mit meinen beiden Kindern kürzlich absolviert.  Ich kann es wirklich durchweg nur empfehlen.  Wir waren alle drei in eigener Weise stark berührt von den Themen, denn beim Kindertraining werden keineswegs nur die Kinder angesprochen, sondern auch die Eltern gefordert.  Das Training zeichnet sich durch klare, immer wieder und wieder trainierte Verhaltensstrategien aus. Aber auch durch eine gute Mischung aus Humor einerseits (der die Kinder trotz der Ernsthaftigkeit der Themen gut bei Stange hält) und die an die Eltern gerichteten knallharten Fakten aus dem wirklichen Alltag der Kriminalität andererseits, die einen als Eltern ganz schön schlucken lassen und achtsamer werden lassen. Herr Engel ist über die Fakten sehr gut informiert.
Herr Engel betont auch sehr, dass es mit dem Trainingswochenende nicht getan ist und bietet viel Material und Strategien an, die man im Anschluss in den Alltag integrieren kann, damit die Kinder das Gelernte wirklich verinnerlichen können.  Bei uns im Bad und an den Kinderbetten hängen nun allerlei Erinnerungen an das Training, die hoffentlich immer wieder zum daran Denken und weiter darüber Sprechen animieren.
Meine Kinder wollten beide am liebsten am nächsten Wochenende nochmals ein Training machen
Das Kostbarste an dem Training war die für mich gar nicht so erwartete Einbindung der Eltern.  Es wurde so eine wirklich gute Basis geschaffen, auf die alle Familienmitglieder jederzeit zurückgreifen können (z.B. der immer wieder trainierte Satz "Mama, Papa, hört mir zu und jetzt bitte nicht schimpfen"), der es den Kindern hoffentlich noch viele Jahre lang erlauben wird, auch über (vermeintlich) sehr "Peinliches" zu sprechen und sich so Hilfe in emotional kniffeligen Situationen zu holen.
Da das Training sehr umfangreich vom Zeitumfang her ist, konnten wirklich vielfältige Situationen trainiert werden (sei es Mobbing, sei es der Fremde auf der Straße, der verunsichert, sei es die Tante mit den Schmatzküssen, sei es ein erpresserischer Mitschüler, oder sei es ein Pädokrimineller, der sich ans Kind macht).  Die handfeste Selbstverteidigung durften wir Eltern dann auch gleich mit üben.
Die Kosten für den Kurs sind gemessen an der wirklich umfangreichen Stundenzahl und Betreuung definitiv nicht zu hoch, zumal sie erst fällig werden, wenn wirklich klar ist, dass Eltern und Kinder von dem Training überzeugt sind, d.h. man hätte auch nach mehreren Stunden noch abbrechen können (was in unserer Gruppe keiner tat).
Danke!"
Gerne nur unter Kürzel "MR" veröffentlichen, selbst wenn es bei Google, fürchte ich, eh nicht anders als unter Klarnamen geht.

Grüße aus dem Süden,

M. R.

© Engel Sicherheitstraining